Fahrradtour von Frankfurt an die Nordsee

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27. November 2016 Comments (0) Anleitungen, Startseite

Unsere selbstgebaute Seilbahn

Woher hatten wir das Seil für unsere Seilbahn?

Die Idee, unsere eigene Seilbahn zu bauen kam uns, als wir an einer verlassenen Kiesgrube ein Stahlseil fanden. Es kam aus dem Sand am Ufer und schaute etwa 20m heraus, wir hatten keine Ahnung wie lang es sein würde. Es mit der Hand herauszuziehen war selbst mit 4 Leuten unmöglich. Wir hatten die Vermutung, dass das Seil früher wahrscheinlich zu einem alten Bagger gehörte. Deshalb schauten auf Google Earth wie der See früher aussah. Tatsächlich konnten wir das Seil finden, es ging vom Bagger einmal quer über die Grube und musste über 100m lang sein. Also war klar, dass man aus dem Seil eine abenteuerliche Seilbahn bauen könnte.

Um es herauszuziehen, kauften wir uns eine Handseilwinde mit bis zu 4Tonnen Zugkraft. Mit diesem konnte man das Seil tatsächlich bewegen. Das ging aber nur unendlich langsam, cm für cm und dauerte entsprechend lang. Nach fünf Tagen hatten wir es endlich so weit bewegt, dass wir es zusammen per Hand weiter herausziehen konnten. Plötzlich tauchte ein paar Meter vom Strand entfernt ein Kanister auf, scheinbar ein Schwimmer am Ende des Seils. Jetzt ging es einfach, auch den Rest noch an Land zu ziehen und wir konnten das etwa 200kg schwere Seil zu fünft zum Auto schleppen.

Um an dem Seil entlang zu fahren, bauten wir eine Seilbahn aus zwei Stahlrollen, die wir zwischen zwei Blechen befestigten. Den ersten Test machten wir an einem kleinen Steinbruch. Es war noch schwerer, als wir gedacht hätten, das Seil zwischen zwei Bäumen zu spannen. Auch hierfür benutzten wir unsere Handseilwinde, der dabei so langsam an seine Grenzen kam. Auf jeden Fall hielt das Seil unser Gewicht locker aus und es machte echt Spaß,  von der Klippe herunterzufahren –  jetzt brauchten wir nur noch einen richtig spektakulären Platz.

Probleme beim Aufbau der Seilbahn

Die beste Location war wohl eine andere Kiesgrube, die an einer Seilte über 10m hohe Klippen hat. Von hier wollten wir das Seil über dem Wasser bis ans andere Ufer spannen. Das erste Problem war, das Stahlseil überhaupt an das andere Ufer zu bekommen. Als erstes knoteten wir ein paar Wäscheleinen an einander, und schwammen mit diesen quer durch die Grube. Mit diesen zogen wir zuerst ein Kletterseil und dann das Stahlseil. Das Stahlseil war unglaublich schwer zu bewegen, obwohl wir Kanister als Schwimmer daran befestigt hatten. Also mussten wir auch hier wieder unsere Handseilwinde benutzen.

Als das Seil fast fertig gespannt war, gab es plötzlich einen Schalg und der Baum oben auf der Klippe kippte um. Das war natürlich echt ein Problem, da wir die Natur nicht zerstören wollen und das Seil außerdem neu gespannt werden musste. Diesmal suchten wir uns stabilere Bäume und spannten diese zusätzlich ab. Die Handseilwinde hat keinen sehr großen Arbeitsbereich, deshalb mussten wir das Seil immer nach etwa 2m mit LKW – Spanngurten sichern und den Spanner neu befestigen. Als das Seil endlich fertig gespannt war, hing es in der Mitte etwa 7 Meter über dem Wasser, ideal um von dort hereinzuspringen. Die erste Fahrt war noch um einiges spektakulärer als ich es erwartet hätte. Besonders der Start über die Klippe war wirklich abenteuerlich, da man auf den ersten Metern noch über den Felsen schwebte.

Die Seilbahn mussten wir immer mit einem dünneren Seil wieder zurück ziehen. Dieses riss am Anfang einige Male da es sich irgendwo beim abrollen verhängte. Am Praktischsten war es, das Seil einfach lose über einen Ast zu hängen, wie man auch im Video sehen kann. Sonst hatte man echt ein Problem, wenn einen das Seil ungewollt abbremste und wir mussten einige Male mit unseren Klamotten ins Wasser springen, weil wir es nicht zur anderen Seite schafften 😀

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