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18. Dezember 2016 Comments (2) Anleitungen, Startseite

Wakebike und Wakeboard Winde

Die Not macht erfinderisch 😀

Die Idee eine eine Mischung aus Wakeboard und Fahrrad (=Wakebike) zu bauen, kam uns durch viele Versuche, die wir vorher gestartet hatten, die alle nicht wirklich funktionieren wollten. Zuerst bauten wir uns ein „Wakeboard“ aus einem alten Skimboard an das wir Schuhe schraubten. Das ganze zogen wir ĂŒber Umlenkrollen mit dem Auto – funktionierte sogar erstaunlich gut, allerdings war der Start vom Strand so gut wie unmöglich.

Die Reibung durch den Sand ist zu hoch um genug Geschwindigkeit zu bekommen um auf dem Wasser weiterzufahren. Also musste etwas her, das schon auf dem Land auf Tempo gebracht werden kann. Hier kam uns die Idee an ein altes Mountainbike „Wakeboards“ anzuschrauben. So sollte man ohne Probleme vom Strand ins Wasser fahren können. Die ersten Versuche mit Sperrholzbretten scheiterten, diese lösten sich mit der Zeit auf. Ein geeignetes Material fanden wir in Verbundplatten aus Kunststoff und Aluminium. Diese werden als WerbetrĂ€ger genutzt und warten als Abfall kostenlos zu bekommen.

 

Wakeboardwinde fĂŒr das Wakebike bauen

Auch wenn das halbwegs funktionierte, wurde schnell klar, dass die Methode mit dem Auto nur an sehr wenigen Stellen einsatzfĂ€hig war, da man immer eine Straße unmittelbar neben der WasserflĂ€che brauchte. Also musste eine Winde her. Da uns die ĂŒblichen Wakeboardwinden viel zu teuer waren, beschlossen wir auch diese selbst zu bauen. Am geeignetsten schien uns ein 6,5 PS Motor, der relativ gĂŒnstig zu bekommen ist.

Leider hat dieser keine Fliehkraftkupplung – alle Versuche, unsere Winde (alte Kabeltrommel) ĂŒber eine Fahrradkette auf Schwung zu kriegen scheiterten am plötzlichen Start des Motors, bei dem die Kette entweder absprang oder uns die KettenblĂ€tter um die Ohren flogen.

Eine Kupplung war uns zu teuer, deshalb bauten wir auch diese selbst –  die eigentlich einzige Möglichkeit das zu verwirklichen ist in Form einer Riemenkupplung. Zum GlĂŒck hatten wir einen alten Riemen aus einer Waschmaschine da, als Rolle schraubten wir einen defekten Nabendynamo auf den Motor.

Nach den ersten Versuchen merkten wir, wie sehr wir die Kraft unseres Motors unterschĂ€tzt hatten. Zuerst riss unser Seil, dann zerfetzte es unsere Winde, obwohl diese immerhin aus massiven Stahlstangen bestand. Hier bauten wir ein StĂŒck aus einem Straßenschild ein (selbstverstĂ€ndlich vom Schrottplatz :D). Als Seil nahmen wir ein Polypropylenseil mit 6mm Durchmesser, welches um einiges stabiler war.



 

Mit dem Fahrrad ĂŒber den See

Jetzt brauchten wir nur noch einen geeigneten See um das Wakebike auf einer lĂ€ngeren Strecke zu testen. Obwohl das Feedback der BadegĂ€ste bisher immer positiv war, bauten wir die Anlage schon frĂŒh morgens auf um niemanden zu stören. Diesmal funktionierte es auf Anhieb! Das Seil ist jetzt lang genug um volle 150 Meter zu fahren und das FahrgefĂŒhl einfach der Hammer! Der Start vom Strand klappt ohne Probleme und man braucht nicht einmal mehr Angst zu haben, hier das Gleichgewicht zu verlieren und dann mitgeschleift zu werden.

Der Bau hat sich auf jeden Fall echt gelohnt – dieses Jahr fuhren wir zwar nicht mehr all zu oft, da wir schon bald nach Amerika flogen aber nĂ€chstes Jahr werden wir bestimmt noch einige Zeit mit diesem einzigartigen Fahrzeug verbringen! 😀

 




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